Sommerliche Überhitzung wird im Bestand zunehmend zur Planungsaufgabe. Besonders Dachgeschosse, Altbauten und Räume unter stark aufgeheizten Dachflächen brauchen Lösungen, die sich baulich integrieren lassen – ohne sichtbare Klimageräte, Luftzug oder aufwendige Lüftungstechnik.
naturbo setzt hier auf Lehm-Klimaplatten mit integrierten Rohrregistern. Die vorgefertigten Lehmputzplatten werden an Wand, Decke oder Dachschräge montiert und an das Heiz- beziehungsweise Kühlsystem angeschlossen. Im Winter können die Flächen als Wand- oder Deckenheizung genutzt werden, im Sommer zur stillen Flächenkühlung.
Dabei wird nicht die Raumluft aktiv umgewälzt. Stattdessen zirkuliert temperiertes Wasser durch die Rohrleitungen. Die aktivierten Lehmflächen nehmen Wärme aus dem Raum auf und sorgen für eine gleichmäßige Temperierung.
Praxisrelevant für Planung und Ausbau:
▪ Heizen und Kühlen über dasselbe Flächensystem
▪ Einsatz an Wand, Decke und Dachschräge
▪ geeignet für Dachausbau, Altbau und Sanierung
▪ keine Zugluft, keine Ventilatorgeräusche
▪ kombinierbar mit Niedertemperatursystemen, etwa Wärmepumpen
▪ Trockenbau, Lehmoberfläche und Rohrführung in einem System
Lehm ergänzt die technische Funktion bauphysikalisch: Das Material kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben und unterstützt ein ausgeglichenes Raumklima.
Interessant ist das System vor allem dort, wo Innenflächen ohnehin neu aufgebaut oder saniert werden – etwa im Dachgeschossausbau, bei der energetischen Modernisierung oder bei der Nachrüstung von Wand- und Deckenflächen.