Gleiche Metallkugel.
Gleiche Fallhöhe.
Zwei unterschiedliche Materialien: EPS und Hanf.
Der Unterschied ist im Video sofort sichtbar:
Auf der EPS-Platte springt die Kugel deutlich höher zurück.
Auf der Hanfplatte bleibt sie wesentlich ruhiger.
Warum?
Die Hanfplatte nimmt einen größeren Teil der Bewegungsenergie auf und baut diese innerhalb ihrer elastischen Faserstruktur ab.
Bei EPS wird deutlich weniger dieser Energie im Material dissipiert. Ein größerer Teil der eingebrachten Energie gelangt wieder zurück zur Kugel – deshalb springt sie höher.
🌿 Und genau diese Eigenschaft ist für den Schallschutz interessant.
Auch Schall überträgt mechanische Energie in Form von Schwingungen.
Bei unserer Hanf-Schallschutzplatte sorgt die Faserstruktur dafür, dass diese Schwingungsenergie nicht einfach weitergegeben wird:
✅ Die Hanfplatte verformt sich elastisch.
✅ Die Fasern bewegen sich gegeneinander.
✅ Durch innere Reibung wird ein Teil der Schwingungsenergie abgebaut.
✅ Die Übertragung auf die nächste schwere Bauteilschicht wird reduziert.
Genau diese Kombination aus Federwirkung und Dämpfung macht Hanf für einen Masse-Feder-Masse-Aufbau so interessant:
Bestandswand → Hanf-Schallschutzplatte → schwere Gipskartonplatte
Der Kugelversuch ist natürlich keine bauakustische Messung.
Aber er macht einen wesentlichen Unterschied zwischen den Materialien sehr anschaulich sichtbar:
Entscheidend ist nicht nur, ob sich ein Material verformt – sondern wie viel der eingebrachten Energie es dabei tatsächlich abbaut.