Was langfristige Weiterbildung verändern kann
Acht Stunden Seminar.
Viele Informationen + viele Notizen.
Am nächsten Tag beginnt wieder der normale Arbeitsalltag.
Das ist kein Argument gegen Tagesseminare. Für viele Themen sind sie sinnvoll und effizient, aber nicht jedes Wissen lässt sich an einem einzigen Tag nachhaltig aufbauen.
Gerade bei Themen, die Mitarbeiter immer wieder benötigen, kann ein längerer Lernzeitraum Vorteile bieten.
Lernen braucht Wiederholung
Wer an einem Seminar teilnimmt, muss viele neue Informationen in kurzer Zeit aufnehmen, aber nicht alles davon wird unmittelbar gebraucht.
Ein Thema, das für den einen Teilnehmer gerade hochaktuell ist, spielt für einen anderen möglicherweise erst sechs Monate später eine Rolle.
Ein längerer Zugriff auf die Seminarinhalte ermöglicht es, Wissen erneut aufzurufen.
Damit entsteht ein Lernrhythmus, der stärker mit dem tatsächlichen Arbeitsalltag verbunden ist.
Besonders wertvoll ist die Zeit zwischen den einzelnen Lernphasen, denn da passiert etwas Entscheidendes:
Die Mitarbeiter sammeln Erfahrungen.
Ein Bauleiter hört beispielsweise einen Vortrag über Bauablaufstörungen.
Einige Wochen später erlebt er selbst eine entsprechende Situation und erkennt diese gleich als Bauablaufstörung.
Beim nächsten Lernimpuls versteht er das Thema möglicherweise bereits aus einer völlig anderen Perspektive, denn aus dem theoretischem Wissen ist ein praktischer Bezug entstanden. Er konnte Gelerntes mit einer realen Situation verknüpfen.
Dieser Wechsel zwischen Lernen und Anwenden kann Weiterbildung nachhaltiger machen.
Fragen entstehen häufig später
Auch die Qualität der Fragen verändert sich.
Direkt nach einem Vortrag lautet eine Frage vielleicht:
„Welche Bedeutung hat die Abnahme rechtlich?“
Einige Wochen später, kurz vor einem Abnahmetermin, lautet die Frage vielleicht:
„Was müssen wir vor der Abnahme noch dokumentieren, und welche Vorbehalte sollten wir ausdrücklich erklären?“
So wird der Unterschied zwischen theoretischem Verständnis und konkreter Anwendung im Projektalltag etwas deutlicher.
Der Mitarbeiter hat eine Situation erlebt und kann den fachlichen Hintergrund besser einordnen.
Weiterbildung über einen längeren Zeitraum
Ein solches Modell setzen wir beim Campus Baurecht um.
Die Teilnehmer erhalten zwölf Monate Zugang zu den E-Learning-Inhalten. Ergänzend finden zehn Live-Online-Vorträge zu verschiedenen bau- und architektenrechtlichen Themen statt. Fragen zu den Kursinhalten können während dieser Zeit in den Live-Terminen oder per E-Mail gestellt werden.
Es entsteht ein Zeitraum, in dem Lernen, Projektpraxis und Vertiefung miteinander verbunden werden können.
Für Unternehmen kann dies besonders interessant sein, wenn Mitarbeiter nicht nur einen aktuellen Wissensimpuls benötigen, sondern bestimmte Grundlagen dauerhaft im Arbeitsalltag einsetzen sollen.
Die Frage lautet dann nicht mehr ausschließlich:
„Wie viele Stunden Weiterbildung haben wir durchgeführt?“
Sondern:
„Wie lange können unsere Mitarbeiter mit diesem Wissen tatsächlich arbeiten?“
weitere Informationen zum Campus Baurecht: