Feuerwehrhäuser stellen hohe und zugleich sehr unterschiedliche Anforderungen an die Wärmeversorgung. In Fahrzeughallen werden schnelle Wärme und freie Bewegungsflächen benötigt, während Umkleiden, Sanitärbereiche und Schulungsräume gleichmäßig temperiert sein sollen. Ein Neubau im Feuchtwangener Ortsteil Krapfenau zeigt, wie sich diese Anforderungen mit einem vollständig elektrischen Wärmekonzept verbinden lassen.
Beim Neubau des Feuerwehrhauses Krapfenau/Feuchtwangen standen Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und eine zukunftsfähige Gebäudetechnik im Mittelpunkt. Das in Holzständerbauweise realisierte Gebäude erfüllt den Standard KfW-Effizienzhaus 40. Für die Grundbeheizung setzt das Projekt auf Infrarotheizungen von Vitramo; die Wärmeversorgung wird durch eine Photovoltaikanlage mit rund 25 kWp ergänzt.1
Unterschiedliche Räume, abgestimmte Wärme
In einer Fahrzeughalle sind die Anforderungen an die Beheizung grundlegend anders als in Aufenthalts- oder Umkleideräumen. Große Raumvolumen, wiederkehrende Toröffnungen und wechselnde Nutzungszeiten verlangen nach einem Heizsystem, das gezielt auf den jeweiligen Bereich reagieren kann. In Krapfenau wird die rund 120 m² große Fahrzeughalle deshalb mit vier Infrarot-Dunkelstrahlern des Typs VC-A1800 mit jeweils 1.800 Watt ausgestattet.1
Die Strahlungswärme wird direkt dort wirksam, wo sie benötigt wird: an Fahrzeugen, Ausrüstung und im Aufenthaltsbereich der Einsatzkräfte. Damit eignet sich das Konzept insbesondere für Hallen, in denen eine schnelle und zonenorientierte Wärmebereitstellung gefragt ist. Zugleich bleiben Heizkörper und Rohrleitungen im Einsatzbereich außen vor – ein praktischer Vorteil in einem Gebäude, dessen Abläufe jederzeit funktional bleiben müssen.
Für die Damen- und Herren-Umkleiden, Sanitärbereiche, den Schulungsraum, den Raum der Landjugend sowie den Eingangsbereich kommen Rasterdecken-Heizelemente des Typs VH06262 zum Einsatz. Die Elemente sind in die vorhandenen Rasterdecken integriert und beheizen im Projekt insgesamt rund 390 m² komfortabel und gleichmäßig.1 Das schafft freie Wandflächen, unterstützt eine aufgeräumte Raumgestaltung und bietet angenehme Wärme für Besprechungen, Schulungen und die Zeit zwischen zwei Einsätzen.
Elektrisch, steuerbar und mit Photovoltaik kombiniert
Die Vitramo-Infrarotheizungen werden im Feuerwehrhaus über das Smart-Home-System EQ-3 | Homematic IP gesteuert. Die App-basierte Regelung ermöglicht eine bedarfsgerechte Temperaturanpassung sowie – projektbezogen – Alarm- und Fernüberwachungsfunktionen.1 Die Warmwasserbereitung erfolgt dezentral über Durchlauferhitzer. In Verbindung mit der Photovoltaikanlage entsteht ein konsequent elektrisches Gesamtkonzept, das den vor Ort erzeugten Strom auch für die Wärmeversorgung nutzen kann.
Das Beispiel zeigt, dass sich ein Feuerwehrhaus mit seinen unterschiedlichen Nutzungszonen als durchdachtes All-Electric-Gebäude planen lässt. Entscheidend ist dabei die sorgfältige Auslegung von Heizflächen, Regelung, Elektroinstallation und Photovoltaik entsprechend dem tatsächlichen Bedarf vor Ort. So kann aus der Kombination von Infrarotwärme, digitaler Steuerung und eigener Stromerzeugung ein funktionales Wärmekonzept für kommunale Gebäude entstehen.
Vitramo entwickelt und produziert Infrarotheizungen am Standort Tauberbischofsheim in Deutschland. Weitere Informationen zu den Systemlösungen und zum Referenzprojekt sind unter www.vitramo.com verfügbar.
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