„Wenn ich das vor der Baubesprechung gewusst hätte …“
Diesen Satz hören wir in Seminaren immer wieder:
„Wenn ich das vor der Baubesprechung gewusst hätte, hätte ich ganz anders reagieren können.“
Oder:
„Hätte ich von Anfang an gewusst, worauf ich achten muss, wäre es vielleicht gar nicht zu diesem Problem gekommen.“
Dahinter steckt eine Herausforderung, die viele klassische Weiterbildungen haben:
Das Wissen wird zu einem festen Zeitpunkt vermittelt, wird aber möglicherweise erst Monate später benötigt.
Im Projekt entsteht eine konkrete Frage
Beispiel: Abnahme.
Ein Bauleiter hat irgendwann gelernt, dass sie erhebliche rechtliche Konsequenzen hat.
Doch wenn tatsächlich eine Abnahme bevorsteht, werden plötzlich ganz konkrete Fragen wichtig:
• Was sollte dokumentiert werden?
• Welche Bedeutung haben festgestellte Mängel?
• Welche Vorbehalte müssen erklärt werden?
• Welche Folgen entstehen nach der Abnahme?
In diesem Moment ist nicht mehr entscheidend, ob das Thema irgendwann einmal Bestandteil eines Seminars war.
Entscheidend ist:
Kann der Mitarbeiter jetzt darauf zugreifen und weiß er noch genau, was er tun muss?
Weiterbildung wird zum Arbeitsmittel
Das ist ein wesentlicher Vorteil digitaler Lernangebote. Die Inhalte können mehrfach genutzt werden.
Ein weiteres Beispiel:
Ein Teilnehmer arbeitet zunächst das Thema Vertragsschluss durch.
Drei Monate später beschäftigt ihn im Projekt ein Nachtrag. Er ruft das entsprechende Kapitel erneut auf.
Noch später steht eine Abnahme an und er kann die Lektion erneut ansehen und die Mustertexte nutzen.
So verändert sich die Rolle von Weiterbildung:
Aus dem Seminar wird teilweise ein Nachschlagewerk für den Projektalltag.
Natürlich ersetzt ein Weiterbildungskurs keine individuelle Rechtsberatung.
Er kann aber dazu beitragen, dass Mitarbeiter Situationen früher erkennen, Zusammenhänge besser verstehen und gezielter handeln oder die richtigen Fragen stellen.
Vom Lernen zum Anwenden
Diese Verbindung ist beim Baurecht besonders wichtig.
Viele rechtliche Themen erscheinen zunächst abstrakt. Sie werden erst in konkreten Situationen interessant,
• wenn der Bauablauf sich verändert, oder
• eine Leistung anders ausgeschrieben war, oder
• eine Frist nicht eingehalten werden kann, oder
• der Auftraggeber zusätzliche Arbeiten verlangt , oder
• ein Mangel angezeigt wird.
Dann erhält das zuvor Gelernte eine praktische Bedeutung.
Deshalb sollte Weiterbildung aus unserer Sicht möglichst eng mit dem Arbeitsalltag verbunden werden.
Beim Campus Baurecht stehen die E-Learning-Inhalte zwölf Monate zur Verfügung. Themen wie Nachträge, Bauablaufstörungen, Abnahme, Abrechnung, Gewährleistung oder Baudokumentation können innerhalb des Buchungszeitraums immer wieder aufgerufen werden.
Hinzu kommen Live-Termine und die Möglichkeit, Fragen zu den Kursinhalten zu stellen.
Vielleicht ist deshalb eine der wichtigsten Fragen bei der Auswahl einer Weiterbildung nicht nur:
„Was lernen unsere Mitarbeiter?“
Sondern auch:
„Ist dieses Wissen noch verfügbar, wenn sie es tatsächlich brauchen?“
weitere Informationen zum Campus Baurecht: